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Wir sind ein Kollektiv aus Menschen, die schon seit einiger Zeit DIY-Konzerte veranstalten, auf Tour fahren, Fanzines schreiben oder Platten rausbringen. Für uns bedeutet DIY: »Do It Yourself«, keinesfalls jedoch »Do It Alone«, was wohl eher als Leitspruch für unsere, von Konkurrenzkämpfen dominierte kapitalistische Gesellschaft herhalten könnte. Für uns heißt DIY vor allem »Do It Together«! Dieses Kollektiv haben wir gegründet, um uns gegenseitig dabei zu helfen, leidenschaftliche Musik zu ermöglichen. Dabei sind wir uns sehr wohl dessen bewusst, dass auch wir zwangsweise Teil einer kapitalistischen Verwertungskultur sind. Wir haben uns der Leidenschaft zur Punk-Musik verschrieben, in all ihren Facetten, von poppigen Tönen hin zu D-Beat, vom Rock bis zur Kruste, von Romantik zur Nostalgie und wieder zurück zur Revolte, und deshalb ist es uns auch möglich, diese als Instrument zur Ästhetisierung zu erkennen und als solche zu kritisieren. Punk ist Punk, oder eben nicht. Wir können DIY, also »Do It Together« – kollektives Handeln, dabei nur als organisatorische Notwendigkeit begreifen, um das Kapital nicht weiter zu stärken. Jedoch stoßen wir bei diesem Vorhaben immerwieder auf Hindernisse, die es zu überwinden gilt. Deswegen versuchen wir Neben der Teilhabe am Spektakel auch gesellschaftliche Machtasymmetrien zu thematisieren und trotz unserer Verwobenheit emanzipatorisch zu handeln. Auf dieses Fundament bauen wir auf, mögen unsere Motivationen und Meinungen von Person zu Person individuell sein, führen wir dennoch einen ständigen, selbstreflexiven Diskurs, um später im Konsens Entscheidungen zu treffen oder um überhaupt unsere Position in diesem Dickicht ausmachen zu können.


This is a collective made up of people who have been doing things like organizing diy-shows, booking/playing tours, publishing fanzines or releasing records for quite some time past. In our opinion, DIY means: “Do it yourself”, but certainly not “Do it alone”, which, in terms of its omnipresent “dogfight-mentality”, would much more apply to present-day capitalist society. Even more, DIY also means “Do it together” for us. This collective was created for the cause of helping each other out in order to make passionate music possible. We are well aware of the fact that we are compulsorily still part of capitalist society. By being passionate about punk music in all its facets, be it catchy pop-rock sounds, d-beat, crust or whatsoever, we are capable of perceiving it as means of aestheticization, as well as criticizing it as such. Punk is Punk, at least sometimes. DIY, or “Do it together” – acting collectively, can only be understood as organizational necessity to avoid further growth of capital. Nevertheless, we again and again have to face certain obstacles, which are to overcome somehow. Despite being part of the spectacle, we try to address social asymmetries and to exercise emancipatory behavior. This is the basis we build on. Even if motivation and opinion often differs among the individuals involved, we always conduct self-reflexive discourse in order to be able to make decisions based on consensus and to roughly position ourselves as collective.